1977 - 2000


Das 100-jährige Gründungsfest der FFW Achslach wurde vom 12. bis 15. August 1977 gefeiert. Neben zahlreichen Nachbarwehren und Gästen aus der Politik beteiligte sich auch die Gemeindebevölkerung sehr rege am Gründungsfest.

 

Das Fest begann mit einem Standkonzert am Dorfplatz und dem Einzug ins Festzelt mit dem Patenverein der FFW Allersdorf, der Ehrenmutter Anna Aichinger, dem Schirmherrn Wilhelm Brunner, den Ehrengästen und der Gemeindebevölkerung.
Der Festakt mit Ehrungen der Jubilare für 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaft durch Kreisbrandrat Höpfl und Landrat Feuchtinger wurde am Freitagabend vorgenommen. Der damalige Kreisbrandmeister Ludwig Kilger aus Ruhmannsfelden organisierte für den späten Abend noch einen Fackelzug durch den Ort, an der 13 benachbarte Feuerwehren sowie die sonstigen Ortsvereine teilnahmen.

 

Der Festsonntag begann auch damals schon mit dem Weckruf um 6.30 Uhr und der Einholung des Patenvereins eine Stunde später. Insgesamt nahmen 59 Vereine am Gründungsfest teil. Der Festgottesdienst wurde mit fast allen Landkreisfeuerwehren auf dem Schulplatz durch Pfarrer Johann Schober zelebriert. Am frühen Nachmittag wurde noch ein großer Festzug durch die Achslacher Straßen durchgeführt.

 

Am Montag ließ man das Fest noch gemütlich ausklingen.


Altes Gerätehaus


 

Neues Gerätehaus


Im Jahre 1980 erkannte man, dass das alte Gerätehaus den gestiegenen Anforderungen an die Feuerwehr nicht mehr gerecht wurde. Es wurde zu klein und hatte auch keinen Schulungsraum zu bieten. Nachdem sich die Gemeinde die Zuschüsse von Land und Bund gesichert hatte, konnte mit dem Bau begonnen werden. Zwischen November 1981 und August 1983 wurde das neue Mehrzweckgebäude der Gemeinde Achslach gebaut. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. DM 650.000. Großer Dank gilt in diesem Zusammenhang den Landwirten, die das gesamte Bauholz unentgeltlich zur Verfügung stellten und dem Sägewerk Ehring, die dieses auch unentgeltlich schnitt. Auch die Feuerwehr beteiligte sich mit DM 25.000 am Bau des Gerätehauses. Dafür wurden u. a. Schutzanzüge, die Aufhängestangen für die Schutzanzüge, die Schlauchwaschanlage und die Schlauchtrocknung gekauft. Außerdem wurden von der Feuerwehr viele Stunden unentgeltlicher Arbeit geleistet. Die feierliche Einweihung des Gebäudes fand am 07. August 1983 statt. Seitdem ist die Achslacher Feuerwehr in diesem Gebäude untergebracht. Der Feuerwehr stehen zwei (inzwischen nach dem Auszug des gemeindlichen Bauhofes sogar drei) große Fahrzeughallen und ein großer Unterrichtsraum mit Büro und Küche zur Verfügung. Der Unterrichtsraum bietet genügend Platz zur Abhaltung der theoretischen Übungen. Durch den Aufbau einer kleinen Küchenzeile konnte auch die Verpflegung sichergestellt werden.



Bei der Generalversammlung im Jahre 1985 wurde Herr Josef Sixt für seine 17-jährige Tätigkeit als Vorstand der FFW Achslach der Titel „Ehrenvorstand“ verliehen.



Im Jahre 1986 wurde eine neue Tragkraftspritze der Marke Magirus TSF – 8/8 angeschafft. Diese ist auch heute noch im Einsatz. Von der Gemeinde Achslach wurde ein Zuschuss in Höhe von DM 1.500 gewährt. Außerdem konnte ein Staatszuschuss in Höhe von 50 % gesichert werden. Wiederum gilt der Jagdgenossenschaft großer Dank die auch hier wiederum einen Zuschuss von DM 4.000 leistete.



1986 wurde erstmals ein Kameradschaftsabend abgehalten. Dieser Abend fördert die Kommunikation und den Zusammenhalt der Vereinsmitglieder ungemein, so dass dieser auch bis heute in der Vorweihnachtszeit durchgeführt wird.



Bis zum Jahr 1990 bildete Herr Johann Aichinger ca. 76 Gruppen in allen Stufen zur Leistungsprüfung aus. Bei den Neuwahlen trat Herr Johann Aichinger zurück und an seine Stelle wurde Herr Hirtreiter Lothar gewählt. In der Generalversammlung im Jahre 1990 wurde Herr Johann Aichinger wegen der großen Verdienste um die Feuerwehr Achslach (26 Jahre als Kommandant tätig) zum Ehrenkommandant ernannt.



Von 1990 ab bildeten der 1. Kommandant Hirtreiter Lothar, 2. Kommandant Aichinger Norbert, Atemschutzbeauftragter Helmbrecht Johann und Jugendwart Edenhofer Josef ca. 22 Gruppen zur Leistungsprüfung aus.



Um eine bessere Erreichbarkeit der Feuerwehrmänner zu gewährleisten wurde von der Gemeinde im Jahre 1990 in der Ortschaft Lindenau auch eine Alarmsirene installiert. Ferner wurden für die stille Alarmierung 5 „Piepser“ für die Führungskräfte angeschafft. Diese wurden dann 1992 auf 18 „Piepser“ erweitert.

Außerdem wurde 1992 durch Eigenleistung der Feuerwehr der Unterrichtsraum ausgebaut. Finanziert wurde der Ausbau von der Bierkasse und Spenden der Feuerwehrmitglieder.



Im Jahre 1992 war es dann soweit. Die Feuerwehr bekam ein neues Einsatzfahrzeug. Die Gemeinde kaufte ein LF 8/6 zum Gesamtpreis von ca. DM 300.000. Bei DM 25.000 finanzieller Eigenleistung des Vereins sowie dem überlassenen Pachtschilling der Jagdgenossenschaft Achslach in ungefähr gleicher Höhe zusätzlich zu den rund DM 200.000 an staatlichen Zuschüssen hielt sich die Belastung für den Gemeindeetat in Grenzen.
Das Fahrzeug hat einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 600 Litern an Bord. Neben der Heckpumpe wird auch die mobile Tragkraftspritze mitgeführt. Für technische Hilfeleistungen stehen Spreizer und Rettungsschere bereit. Auch der immer wichtiger werdende Atemschutz ist an Bord. Neben zwei Geräten im Aufbau sind auch zwei Geräte im Mannschaftsraum fest installiert. So können sich 2 speziell ausgebildete Atemschutzgeräteträger während der Fahrt zum Einsatzort ausrüsten und sind beim Eintreffen sofort einsatzbereit. Dies war damals das erste Fahrzeug das mit dieser Technik ausgerüstet wurde.

Das Fahrzeug wurde mit einem großen Fest im Jahre 1992, bei der auch die kirchliche Weihe erfolgte, in den Dienst gestellt. Auch hier nahmen viele Nachbarfeuerwehren, die Ortsvereine und die Gesamtbevölkerung der Gemeinde teil.



Ein Computer wurde zur Bewältigung der immer größeren schriftlichen Anforderungen an die Wehr im Jahre 1995 gekauft. Dieser wurde auch benötigt um das neue Feuerwehrverwaltungsprogramm einsetzen zu können. Dieses Programm ermöglicht die Verwaltung der aktiven Feuerwehrmitglieder (persönliche Daten, Leistungsabzeichen, Lehrgänge usw.) und die genaue Dokumentation jedes Einsatzes.



Dem Kreisfeuerwehrverband wurde in der Generalversammlung 1997 beigetreten.

In der Generalversammlung am 07.03.1998 wurde der Festausschuss für das 125-jährige Gründungsfest gebildet.



1998 wurden von der Gemeinde Rettungszylinder und eine hydraulische Schere zum spannungsfreien Abschneiden von Metallen gekauft.

Im Jahre 1999 wurden 4 neue Atemschutzgeräte und neue Schutzanzüge erworben.



Der Verein hält seit 1972 Faschings- und Osterbälle ab. Diese sowie das Gartenfest erfreuen sich unter der Gemeindebevölkerung sehr großer Beliebtheit und sind die Haupteinnahmequellen der Wehr. Die Feuerwehr beteiligt sich bei den Gründungsfesten und Fahnenweihen der Nachbarwehren. Dieses Zusammensein fördern Kameradschaft und Gemeinschaftssinn unter den Mitgliedern. Die Feuerwehr spendiert bei solchen Festen immer die Speisen und einen Teil der Getränke. Fast jedes Jahr wird ein Vereinsausflug veranstaltet. Diese erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Mitgliedern.