1945 - 1977


Im Jahre 1945 oder 1946 erwarb die Achslacher Feuerwehr ihre erste Motorspritze. Außerdem wurden von einem Militärtransport aus Hannover auch einige Hanfschläuche erworben.

Als Transportmittel konnte erst jetzt auf das Pferdefuhrwerk des Kirchenwirts Kraus verzichtet werden. Ab jetzt konnte man auf die Autos vom Bäcker, vom Sägmüller oder vom Schötz zurückgreifen. So war man zum Vorteil des Brandleiders rascher am Einsatzort.



Im Jahre 1954 entschloss sich die Wehr zum Kauf einer verbesserten Motorspritze. Die alte wurde dabei in Zahlung genommen. Die nötigen Finanzmittel zum Kauf dieser Spritze konnten durch großzügige Spenden aus der Bevölkerung und der Gemeinde Achslach gewonnen werden.

Am 15. November 1957 wurde von der Fa. Krümpelmann die Achslacher Sirene geliefert.



Ein großes Ereignis in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr sowie für die Gemeinde Achslach war die Fahnenweihe anlässlich des 85-jährigen Gründungsfestes am 13. Mai 1962. 52 Vereine gaben sich ein Stelldichein. Fahnenmutter war Anna Aichinger, Aign und Herr Ludwig Troibner, Vorstand der Wehr war der Schirmherr dieser Veranstaltung. Als Patenverein fungierte die Feuerwehr aus Ruhmannsfelden, die mit ihrem neugegründeten Spielmannszug erschien. Dieser Feuerwehrspielmannszug mit einer Stärke von zwölf Mann trat damals erstmals an die Öffentlichkeit. Das 72 Jahre alte Banner aus dem Jahre 1890, das der Wehr in freudigen und auch traurigen Ereignissen zur Seite stand, wurde abgelöst von einer neuen, reich mit Stickereien versehenen Fahne. Diese kostete damals den stolzen Betrag von ca. DM 7.000. Besonders erwähnt sei in diesem Zusammenhang die Achslacher Gemeindebevölkerung die die Feuerwehr auch hier wieder mit großzügigen Spenden unterstützten. Das Berliner Ehepaar Willi und Edith Zimmermann spendete zur Anschaffung der Fahne den ansehnlichen Betrag von DM 1.200. Pfarrer Leonhard Wörsching gab dem Vereinssymbol im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Pfarrkirche die kirchliche Weihe.


Neue Fahne von 1962 (restauriert 2000)


Die Wehr zählte seinerzeit 136 aktive und passive Mitglieder.

In diesem Jubiläumsjahr erlebte die Freiwillige Feuerwehr zugleich die Geburtsstunde der damals ins Leben gerufenen Leistungsprüfungen. Zahlreiche Zuschauer, auch von auswertigen Vereinen, hatten sich eingefunden als sich auf dem Gelände der alten Schule unter Kommandant Johann Kauschinger eine Löschgruppe zur Leistungsprüfung stellte.

Folgende Feuerwehrmänner waren die Pioniere:

Johann Kauschinger (Gruppenführer), Achslach  /  Max Ebner (Maschinist), Achslach
Johann Aichinger, Wieden  /  Erwin Hartl, Achslach  /  Johann Aichinger, Kager  /  Josef Aichinger, Aign
Konrad Edenhofer, Kager   /   Siegfried Engl, Oed    /  Konrad Meindl, Lindenau

Abnehmer waren Kreisbrandinspektor Kuffner, Viechtach, stellvertretender Kreisbrandinspektor Adalbert Vogl, Pirka und Kreisbrandmeister Willi Sturm, Arnbruck.



Noch im selben Jahr, sozusagen als „Weihnachtsgeschenk“ erhielt die Wehr ein neues Löschfahrzeug, Marke Ford FK 1200. Neben Zuschüssen von Bezirk, Kreis und Gemeinde Achslach konnte der Verein selbst einen großen Eigenbetrag zu diesem Fahrzeug beisteuern. Ausschlaggebend hierbei waren das gute Gelingen und der finanzielle Erfolg der Fahnenweihe. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang noch die Firma Schwannberger, die mit einer großzügigen Spende den Kauf unterstützte. Dieses Tragkraftspritzenfahrzeug steigerte die Flexibilität der Wehr enorm.



Im Mai 1964 wurde Herr Aichinger Johann zum 1. Kommandanten gewählt und 1967 wurde Herr Sixt Josef zum 1. Vorstand der Feuerwehr.



1967 konnte in Achslach das erste Leistungsabzeichen der Stufe Silber abgenommen werden. Diese Gruppe wurde aus drei Gruppen der Stufe Bronze zusammengestellt und blieb zusammen bis zur Stufe Gold (damals die höchste Stufe) das im Jahre 1971 abgelegt wurde. Sie bestand aus den Feuerwehrmännern Benedikt Ebner, Siegfried Hartl, Ebner Max (alle Achslach), Otto Schwankl, Adolf Rager (beide Kalteck), Josef Aichinger (Aign), Johann Aichinger (Wieden), Konrad Penzkofer (Grün) und Siegfried Engl (Lindenau). Bis auf Herrn Konrad Penzkofer blieb die Gruppe auch bis zum Leistungsabzeichen der höchsten Stufe Gold-Rot zusammen.



Im Jahre 1975 erwarb die Feuerwehr für das Einsatzfahrzeug ein Funkgerät. Die Jagdgenossen unterstützten den Kauf mit DM 2.000,- aus dem Jagdpachtschilling.

Im Mai 1976 wurde von der Firma Aichinger, Achslach jetzt Ruhmannsfelden ein neues Metz Tragkraftspritzenfahrzeug der Marke Ford Transit TSF angeschafft. Für den Innenausbau zeigte sich die Fa. Krümpelmann KG, Landshut verantwortlich. Das im Vorjahr erworbene Funkgerät wurde in das neue Auto eingebaut. Im Rahmen des Jahrtages wurde diesem Fahrzeug von Pfarrer Leonhard Wörsching die kirchliche Weihe erteilt und das Gerät seiner Bestimmung übergeben. Der damalige Bürgermeister Brunner mit seinem Gemeinderat zeigten sich bei der Anschaffung sehr aufgeschlossen und unterstützten dieses Vorhaben sehr großzügig.